|
|
Ur- und Vorzeit (vor 1200 vT) Vor Beginn der ersten Epoche existieren keinerlei schriftliche Aufzeichnungen über konkrete Vorkommnisse in Arkania. Von alters her leben dort das hellhäutige menschliche Volk der Sas in den Wäldern des Nordens und Westens in Stammesverbänden und enger Verbindung mit der Natur und ihrer Magie über ihre Schamanen. Sie leben als Jäger und Sammler in im Wald versteckten einfachen Behausungen, teilweise auf alten großen Bäumen. Im äußersten Südosten auf der Halbinsel Tar leben in kleinen Dörfern dunkelhäutige Menschen, ´Taris´ genannt, als Viehirten, recht ähnlich dazu eine menschenähnliche kleinwüchsige Rasse namens ´Kümmlinge´ etwas weiter südwestlich. Im zentralen Bergland und den Waldbergen des Nordens leben Zwerge in einem uralten Königreich, geistig eher minderbemittelte Halbmenschen, ´Olgos´ genannt, im sonst unbewohnten Osten in mehr oder weniger rudelähnlichen Sippen. Erste Epoche (altelumische, 1200 - 200 vT) Die altelumische Epoche ist die Zeit von Mythen und Magie, die in diesem Zeitalter lebendig und allgegenwärtig sind. Sie beginnt mit der Einwanderung von 5 menschlichen Stämmen über die Landbrücke von Eiskontinent und teilweise auch über See aus gemäßigteren Regionen dort im fernen unbekannten Osten. Der weitaus größte Stamm, die Elumen, siedeln sich unmittelbar im zuvor unbewohnten Nordosten an und gründen dort mehrere Fürstentümer, die zu einem über 1200 Jahre existierenden Königreichreich vereinigt werden. In diesem entwickelt sich eine frühe und v.a. im künstlerischen und magischen Bereich sehr ausgeprägte altelumische Kultur, die die erste Epoche dominiert. Die vier anderen Stämme wandern rund um das Bergland durch die Weidengründe der Kümmlinge in den davor noch menschenleeren Südwesten des Kontinents. Sie gründen dort mehrere Fürstentümer, die unter den Einfluss des Elumischen Königs geraten. Der kleinste Stamm, der sich an der Westküste angesiedelt hat, vermischt sich dort nach und nach mit den Sas und bildet das neue Volk der Kapossen, die in Clans ebenfalls unter einem Fürsten zusammenleben. Nach 900 Jahren der Blüte verfällt die Macht der alten Elumen mehr und mehr in Selbstverliebtheit, Egoismus und Dekadenz. Innere Unruhen nehmen zu, ein Krieg mit dem Zwergenkönig schwächt trotz einem Sieg das Land. Der Einfluss auf die anderen Stämme im Südwesten schwindet, der Handel und Kontakt geht mehr und mehr zurück. Ein neues Eroberervolk von See, die Urolen, eine kriegerische mächtige nichtmenschliche Rasse, bereitet dem bereits am Boden liegenden Königreich ein schnelles Ende und versklavt die überlebende Bevölkerung. Viele Elumen fliehen in und über die Berge nach Südwesten. Die Eroberung des Königreichs markiert das Ende der ersten Epoche. Etwa zeitgleich zerbricht auch das Zwergenkönigreich in zwei Teilreiche und verliert in der folgenden Zeit immer mehr an Macht.
Zweite Epoche (mirumische. 200 vT bis 650 nT) Nach Einheirat in die stark dezimierte elumische Königsfamilie beansprucht der Führer des zweitgrößten Stammes, der Mirumen ab etwa 100 Jahren nach Eroberung des altelumischen Königreichs den Königstitel für sich. Seine Nachfolger verleiben ihrem Herrschaftsgebiet das der zwei Nachbarstämme ein. Auch der Fürst der Kapossen wird ein weiteres Jahrhundert darauf besiegt, jedoch verweigern die nördlichen Clans dem König die Gefolgschaft und eine Strafexpedition gegen diese scheitert - die Kapossen bleiben frei. Auch östlich des Königreichs bewahrt sich die freie und mächtige Handelsstadt Torbinia mit einer bunten Mischbevölkerung aus Angehörigen aller Völker des Südens ihre Unabhängigkeit. In den folgenden fünf Jahrhunderten dominiert dennoch der König von Mirum politisch den Westen und Süden des Kontinents. Die Blütezeit dieser zweiten Epoche ist kulturell und künstlerisch weniger ausgeprägt als die der ersten, jedoch militärisch und wirtschaftlich bedeutender. Die ersten menschlichen Stützpunkte auf dem tranisischen Kontinent entstehen. Magier und Zauberer, nicht mehr so groß an der Zahl wie in der ersten Epoche vereinigen sich in Bünden und Zirkeln in allen menschlichen Reichen. Die Urolen festigen zunächst im Nordosten ihre Macht und unterwefen die Olgo-Halbmenschen. Das Gebiet des Viehhirten-Volks der Taris wird von ihnen etwa 100 Jahre vor dem Ende der 500jährigen Blüte der Epoche, die etwa 800 Jahre dauert, unterworfen und läutet das Ende der zweiten Epoche ein. Aufrüstung für den drohenden Angriff der Urolen und ein brüchiges Bündnis zwischen den übrigen Völkern prägt deshalb deren letztes Jahrhundert. Aber auch die weitere Erschließung und Besiedlung der Küste des südlichen Nachbarkontinents Tranisa - als mögliche Rückzugsbasis im Angriffsfall. Im ersten Jahrhundert nT entsteht im freien Land der Kapossen durch Verkündigung des Propheten Erbas und seiner Jünger der ´Wesenskult´, eine Eingottreligion, die sich in verschiedenen Ausprägungen über den gesamten Kontinent ausbreitet. Bis etwa 800-900 nT hat sie alle davorigen meist polytheistischen Religionen vom Kontinent verdrängt. Am Ende der 2. Epoche und in der Kriegs- und Eroberungszeit spielen die Geschichten `Die Dachkatze´ und ´Der Mann im Wald´ sowie die ´Frühwerke´ auf der Download-Seite. Der Große Urolische Krieg (650 - 700 nT) Der Überfall der Urolen auf das Königreich von Mirum ist das Ende der 2. Epoche. In den folgenden 50 Jahren herrscht Krieg. Die Urolen erobern den Weidengrund, das gesamte Festlandsterritorium des Königs und nach langer Belagerung auch Torbinia. Resttruppen, jeder, der die Flucht schafft inklusive dem König flüchtet auf die Inseln und in das Gebiet der nördlichen kapossischen Clans. Am Grenzfluß zwischen den freien Kapossen und dem König und vor Einnahme der königlichen Inseln kommt der Vormarsch der Urolen ins Stocken, die ihre Truppen weit auseinanderziehen müssen, um das nun eroberte riesige Gebiet zu beherrschen. Mit kleinen Rückeroberungen und Aufständen unter Olgos und versklavten Menschen dauert es darauf knapp ein Jahrhundert, bis das straffe urolische Regime wieder größere Gebiete verliert. Kapossen und Truppen des Königs erobern erst kleine Burgen, Städte und Stützpunkte, dann immer größere Landstriche zurück. Nach einem überregionalen riesigen Aufstand im besetzten Gebiet bricht die Herrschaft der Urolen über den gewonnenen Südwesten etwa 100 Jahre nach dessen Eroberung zusammen. In den folgenden 150 Jahren wird auch der Rest des Kontinents von der Urolischen Vorherrschaft in einem Bündnis aller anderen Völker befreit und diese völlig vernichtet. Als verhasstes Eroberervolk werden die Urolen völlig ausgerottet. Das gleich Schicksal ereilt die Olgos, auch wenn sie sich am Ende gegen das Eroberervolk erhoben hatten. Das Königreich von Mirum, Torbinia und der Weidengrund erstehen neu. Das alte Elumische Land wird drei mirumischen Markgrafen unterstellt, dem Königreich einverleibt und neu besiedelt. Im großen Urolischen Krieg sterben im magischen Kampf mit den diese anführenden Druidenpriestern die meisten Magier und Zauberer der verschiedenen Bünde. Die Magie auf Arkania erreicht nach dem Krieg nie wieder den Stand der zweiten Epoche. Dritte Epoche (neuelumische, 700 - 1300 nT) Es kommt nicht zu einer neuen Vorherrschaft des Königs von Mirum. Die Untertanen des Königs hatten im Krieg mit den Urolen die größten Verluste hinnehmen müssen und die südlichen Kapossen befreien sich noch vor der Vernichtung der Urolen entgültig aus der Königsherrschaft und vereinigen sich mit den Clans des Nordens zur Kapossischen Republik. Die von Mirum eingesetzten elumischen Markgrafen rebellieren gegen den König und wählen einen eigenen neuen elumischen König. Ihr Land mit einer Bevölkerung aus zurückgekehrten Flüchtlingen, befreiten Urolensklaven und Neusiedlern verschiedenster Couleur wird zur neuen und bald beherrschenden Macht auf dem Kontinent. Der Mirumische König verliert durch eine erfolgreiche Rebellion im danach unabhängigen Landesteil auf Tranisa weiter an Macht. Die neuelumische Konkurrenz schluckt mehrere Kleinstaaten, die auf den Ruinen der Urolen entstanden waren und auch einen Teil der Tranisischen Küste. Andere Herrscher, schon längst Marionetten von ihm, lässt der Elumische König formal weiterregieren für seinen nächsten Coup. Er lässt sich von diesen ´Herrschern´ zum Kaiser des gesamten Kontinents ausrufen. Die beiden Zwergenreiche und das Gebiet der Taris werden von ihm und seinen Nachfolgern erobert und nur ein Bündnis aller verbliebenen unabhängigen Staaten verhindert ein Ausbreiten des Herrschaftsbereichs Elums über den ganzen Kontinent. In folgenden fünf Jahrhunderten des Friedens gibt es eine neue kulturelle Blüte, die nur von immer wiederkehrenden Kleinkriegen gestört wird. Das bedeutenste kriegerische Ereignis dieser Zeit ist ein erfolgloser Aufstand der Zwerge und Kümmlinge gegen den Kaiser. Sie werden von vorherigen Verbündeten aus Angst vor der kaiserlichen Übermacht im Stich gelassen und in mehreren Blutbädern fast völlig ausgerottet. Die letzten Zwerge verlassen den Kontinent und siedeln auf der Zwergeninsel im subarktischen Norden. Jedoch schweißt die Angst vor der Elumischen Weltherrschaft den König von Mirum, die Kapossische Republik und Tranisien, den noch nicht elumisch kontrollierten Teil der Küste des Nachbarkontinents, notgedrungen trotz jahrhundertelanger Feindschaft zusammen. Zur größten Blütezeit des Kaisereichs spielen die Geschichten ´Das Goldene Land´, ´Die Meuchler der Kaiserin´ und ´Die Aufgabe´.
Niedergang und Zusammenbruch (ab 1300 nT) Auch die Vorherrschaft der Kaiser von Elum währt nicht ewig. Ähnlich wie ihre Urahnen aus der ersten Epoche erkrankz die jahrhunderte lang im Überfluß lebende herrschende Schicht des Landes an Egoismus und Dekadenz, Intrigen, Thronwirren, verstärkte Unabhängigkeitsbestrebungen der Vasallen sind die Folge. Nach einem wirtschaftlichen Niedergang und einer Reihe von Missernten brechen in verschiedenen Provinzen Aufstände los, die rasch von ehemaligen Vasallen und den umliegenden Herrschern unterstützt werden. In dieser Zeit des Niedergangs des Kaiserreichs spielt die Geschichte ´Der Kaiser´. Die Aufstände können nicht niedergeschlagen werden, die kaiserlichen Legionen werden, zahlreicher Verbündeter beraubt, von mehreren Nachbarstaaten geschlagen. Viele Provinzen des Kaiserreichs erklären sich zu unabhängigen Herzog- oder Fürstentümern, alle Vasallen lösen sich aus der Unterstellung der Kaiser. Der letzte ihrer Reihe, eine Marionette von Stadtadeligen der Kaiserstadt Elum, wird ohne Nachkommen ermordet. Es kommt jedoch nicht zu Aufstieg einer neuen beherrschenden Macht. Viele kleine neue Staaten sind entstanden, alte Feindschaften zwischen den Völkern brechen nach dem Tode des letzten Kaisers und der Zersplitterung des Kaiserreichs wieder auf. Der eingesetzte kulturelle und politische Niedergang setzt sich fort. Nur im Süden des Kontinents stabilisiert sich die Lage und aus einem ehemaligen Vasallenstaat des Kaisers (einem Ordensstaat dreier Ritterorden) und einigen benachbarten Provinzen des vormaligen Reiches entwickelt sich das Königreich des Südens mit einem im Vergleich zum Kaiserreich bescheidenen Wohlstand, jedoch im Vergleich zum übrigen Kontinent beinahe himmlischen Frieden und Wohlstand. Dort und zu dieser Zeit spielt die Geschichte ´Die Drachenkralle´
|