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Reisen mit dem Auto
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nach Russland mit dem Auto
Mit dem Auto in dieses Land - unmöglich ? Wer das denkt, den verweisen wir hier zum Einstieg gleich einmal auf ein Werk aus unserer Bücherecke: ´Im Auto durch Russland, Baltikum und Ukraine´ (Berlin, 1996). Die Autorinnen sind zwei alleinstehende Frauen fortgeschrittenen Alters, die ohne jede Begleitung und ohne umfassende Russischkenntnisse bereits 1993 und 1994 mehrere zehntausend Kilometer im eigenen PKW in Russland zurücklegten. Und sie haben dieses ´Hobby´ nach Erscheinen dieses Buches auch nicht aufgegeben - wie ihr Ukraine-Fahrt-Folgewerk von 1998 beweist.

Zugegebenermaßen ein damals - Anfang der 90er - abenteuerliches Unterfangen, angesichts der Straßenverhältnisse und der real exisitierenden hohen russischen Kriminalität. Aber ganz so abenteuerlich muss man es ja nicht angehen und ganz so abenteuerlich ist es mittlerweile auch nicht mehr. Mitfahrende mit Russischkenntnissen oder das eigene Erlernen solcher sind eine mehr als sinnvolle Idee, wenn nicht fast Notwendigkeit (Autoreisen ohne solche ein großes Risiko), eine ausreichende Vorab-Planung der Route (Infos zu Routenplanern hier) ein Muss (auch wenn man nicht mehr, wie zu Zeiten des obigen Buches, jedes Hotel im voraus fest buchen muss, mehr dazu auf der Einreise&Einfuhr-Seite). Mehr zum Thema Sicherheit bei Autoreisen nach und in Russland findet sich hier.
In Russland sind Englisch oder gar Deutsch sprechende Menschen sehr schwer zu finden - und das gilt für das gesamte Land. Selbst an Orten, wo man sicher mit zumindest ein paar Fremdsprachenkundigen rechnet (etwa aus Erfahrungen in anderen Ländern) wird man oft enttäuscht. Auch gutes Straßenkartenmaterial und ggf. ein Navigationsgerät sind wichtig, wozu sich hier ein paar Tipps finden.

Vorabplanung
Man sollte sich bei einer Autoreise in dieses Riesenland sehr genau alle ´was wäre wenn´-Fragen überlegen, denn der formal auch im europäischen Teil Russlands gültige Euro-Rechtsschutz des Automobilclubs nützt weitab von der nächsten Service-Station wenig und man sollte zumindest in der Lage sein, einen einheimischen Mechaniker zu finden. Auch beschränken sich einige der Clubs für Russland auf Kostenerstattung im Nachhinein und helfen nicht ! Wer Land und Leute nicht so sehr kennt, dem sei auf jeden Fall vom Verlassen vielbefahrener Hauptstraßen abzuraten. Wer überhaupt keine Osteuropa-Fahrerfahrung besitzt, sollte es sich sehr genau überlegen, ob er nicht lieber gefahrloser mit dem Flugzeug, der Bahn oder wenn es schon Abenteuer sein soll, mit dem Bus ans Ziel kommt.

Hinweise zur Durchquerung der Transitstaaten mit dem Auto sind hier zu finden, Sicherheitstipps und Infos rund um staatliche Abzocke und privaten Diebstahl hier. Allgemeine Durchreisebestimmungen der Transitstaaten gibt es im Bereich Einreise und Einfuhr unter Transit. Alles über Anhalter und Mitfahrersuche per Zentrale oder Internet findet sich hier.

Versicherung
Grundsätzlich gilt seit 01.01.2009 neu die Grüne Versicherungskarte auch in Russland. Die Pflicht, eine spezielle Russland-Versicherung an der Grenze abzuschließen gibt es deshalb nicht mehr. Das aber nur, wenn das "RUS" auf der Grünen Karte vermerkt und nicht durchgestrichen ist. Das ist nicht bei jeder deutschen Gesellschaft so. Bitte nachsehen! Die Beachtung der besonderen Einreisebestimmungen bezüglich des Visums, über die auf der Visumseite mehr zu erfahren ist, ist ebenfalls notwendig. Bei manchen mitteleuropäischen Autoversicherungen sind Schäden in Russland überhaupt nicht abgedeckt, bei anderen voll. Hier sollte jeder bei seiner eigenen fragen. Ein internationaler Führerschein ist erforderlich. Bekommen tut man ihn dort, wo man auch seinen normalen Führerschein erhalten hat, für eine nicht allzu hohe Gebühr. Auf zahlreiche Polizeikontrollen infolge des eigenen westlichen Kennzeichens sollte man sich ebenfalls einstellen.

Unabhängig davon, ob die eigene Autohaftpflicht Schäden auch in Russland abdeckt ist seit 01.07.2003 der Abschluss einer russischen Inlands-Autohaftpflicht an der Grenze bei der Einreise Vorschrift, wenn keine für Russland gültige Karte (s.o.) vorgezeigt werden kann. Kosten je nach Aufenthaltsdauer und Auto, z.B. für ein 100 PS-Auto und 2 Wochen ca. umgerechnet 40 Euro. Abschluss zwischen Passkontrolle und Zollabfertigung.

Immer noch mancherorts zu lesende Informationen, russische Autos seien nicht haftpflichtversichert, stimmen mittlerweile nicht mehr. Seit Anfang 2002 ist auch in Russland eine Auto-Haftpflicht vorgeschrieben. Das russische Gegenstück zum TüV ist allerdings - wenn auch vorhanden - mehr oder weniger Formsache und so fahren sehr viele verkehrsunsichere Schrottkisten durch die Landschaft. Vorsicht ist immer geboten.

Ebenfalls nicht mehr aktuell ist die Information, eine Auto-Einreise müsse auf Visumantrag und Visum vermerkt sein. Das war noch vor einigen Jahren so, ist aber seit einer Änderung des Visaantrags anders und das Visum unterscheidet sich nicht mehr von anderen Reisearten.

Für alle die wiederum denken, Autofahren in Russland sei nicht abenteuerlich genug, gibt es hier auch noch Seiten über Anhalter und Fahrradreisen.

Tanken
Tanken funktioniert in Russland (und auch beim Transit durch die Ukraine und Belarus) fast überall völlig anders als im Westen. Man geht erst zur Kasse und sagt dort, wieviel Liter man an welcher Zapfsäule kaufen will und zahlt. Hierauf wird die entsprechende Anzahl Liter an der Zapfsäule freigegeben. Achtung ! Russische Zapfhähne haben keine Abschaltautomatik, falls der Tank voll ist (das berühmte ´Klack´), also nicht nach oben verschätzen und dann gedankenlos einhängen.

An einer typischen russischen Tankstelle gibt es vier Sorten Benzin (entsprechend Deutschland): A95 (Super verbleit), A92 (Normal verbleit), A76 (in Deutschland nicht erhältlich; für einige Ostmarken), D (Diesel). An einigen Großstadttankstellen gibt es zusätzlich A98 (Super plus) oder bleifreies Benzin. An kleinen und Kleinsttankstellen gibt es manchmal nur 1-2 Sorten, dann meist A76 und A92 oder nur Diesel. Auto- und Erdgas sind regional unterschiedlich stark verbreitet. Während manche Gegenden hier fast eine Tankstellendichte wie in Deutschland haben, sucht man in anderen Gastankstellen vergebens, woraun auch russische Gasfahrer außerhalb ihrer Heimatregion verzweifeln. Autogastanker können deswegen nicht davon ausgehen, nur mit Gas zurecht zu kommen und der Motor muss auch das russische Benzin vertragen. Mit einem Erdgasauto sollte man nur nach Russland fahren, wenn man genau die Standote der entsprechenden Tankstellen an seiner Route kennt.

Generell ist bleifreies Benzin nur selten zu bekommen - es existiert kein lückenfreies Netz wie mittlerweile in anderen Staaten wie Tschechien. Die Reise mit einem Diesel-Fahrzeug oder einem, dass den guten alten Bleisprit verträgt, ist anzuraten.

über die Grenze darf maximal eine Tankfüllung Benzin in Reservekanistern eingeführt werden. Wegen der oft riesigen Entfernungen ist auch deswegen Vorabplanung wichtig.

die Straßen in Russland
Die Straßen in Russland SIND im Durchschnitt schlecht wie ihr Ruf, auch wenn es in verschiedenen Regionen mittlerweile Ausnahmen bis hin zu westlichem Niveau gibt. Schlaglöcher sind allgegenwärtig und nicht selten sind sie groß genug zur Auslösung eines größeren Schadens am eigenen PKW. Von Nachtfahrten ist somit auch aus diesem Grund generell abzuraten. Auch Gegenstände auf der Fahrbahn sind keine Seltenheit - vorsichtig fahren ist auf Russlands Straßen nicht nur ein Gebot sondern eine Notwendigkeit. Fahren innerhalb Russlands setzt natürlich Kenntniss der kyrillischen Schrift unbedingt voraus - wer diese nicht besitzt, sollte auf die abenteuerliche Erfahrung ohne russischsprachige Begleitung in jeden Fall verzichten.
Russlands Magistralen - Reportage von russland.TV

Es gibt grundsätzlich vier Straßentypen, unterscheidbar an den Buchstaben, die vor der Straßennummer stehen

M - Magistralen (Autobahnen); außerhalb des Einzugsbereichs von Metropolen nicht immer vierspurig, aber es wird momentan viel gebaut; nicht vergleichbar mit westlichen Autobahnen, da auch oft Radfahrer oder Pferdefuhrwerke dort fahren und die Autobahnen auch direkt durch Ortschaften führen (Tempolimit !), selbst Kühe auf der Fahrbahn haben wir schon umrundet. Verbinden weit voneinander entfernte Metropolen über teilweise mehrere tausend Kilometer.
A - Föderale Straßen (überregionale Fernstraßen) - teilweise rund um Metropolen vierspurig, meistens zweispurig; immer asphaltiert, manchmal schlecht; verbinden Metropolen und größere Städte
P - Territoriale (regionale Fernstraßen) - fast immer zweispurig, teilweise mit überholspur bergauf, immer asphaltiert, nicht selten schlecht oder sehr schlecht; verbinden größere und mittlere Städte
Nebenstraßen: immer zweispurig, wenn nicht gar einspurig; teilweise nicht asphaltiert und wenn, dann oft katastrophal; von ihrer Benutzung ist westlichen Autofahrern abzuraten

Dies ist eine grobe Richtschnur, die bisher im europäischen Teil Russlands immer funktioniert hat (auch die Buchstabengebung wird nicht immer streng eingehalten). In Sibirien kann es durchaus auch mal sein, dass Magistralen und P-Straßen von katastrophaler Qualität sind.

Verkehrsregeln
Mit Kentniss der kyrillischen Schrift sind die meisten Verkehrs- und Hinweisschilder in Russland verständlich. Es gilt absolutes Alkoholverbot (0,0 Promille ! Achtung Restalkohol !) und außerorts ein Tempolimit von 90 km/h (innerstädtisch 60 km/h (ab Ortsschild), Autobahn 100 km/h, noch keine 2 Jahre Führerschein außer innerorts immer 70 km/h). Gegenüber der Polizei verhält man sich sehr freundlich, die Macht der Ordnungshüter ist äußerst groß. Es gilt Gurtpflicht.

Zebrastreifen, so liest man immer wieder, gelten in Russland nichts und werden ignoriert. Diese Aussage können wir nicht ungeteilt unterstützen, in einigen Gegenden der Ural-Region werden sie zweifelsfrei respektiert, also nicht mit Bleifuß darüber rauschen.

Hier einige der wichtigsten Verkehrszeichen, die ein wenig von der west- und mitteleuropäischen Entsprechung abweichen:


Fahrschule

mehrgleisiger Bahnübergang

Einmündung

Vorrang vor Gegenverkehr

Gegenverkehr hat Vorrang

Rastplatz

Milizposten (am Straßenrand)
An Milizposten am Straßenrand ist mit Schrittgeschwindigkeit und nachts nur mit Standlicht vorbeizufahren, damit man gut angehalten werden kann, wenn die Miliz Lust auf ein Kontröllchen hat.

Mietwagen und Taxis

Das gibt es nur in Moskau: Rettungswagen-Taxis
Mietwagen sind nur in den wenigsten russischen Städten zu bekommen. Außerhalb der Regionen St. Petersburg und Moskau erhält man einen solchen Service nur auf Vermittlung professioneller Osteuropa-Reiseveranstalter (einige auf der Linkseite) - wenn überhaupt. Leichter mietet man da einen Fahrer komplett mit dessen Auto, wobei die Grenze von offiziellen und als solchen erkennbaren Taxis bis hin zu Privatleuten, die einen für ein paar Rubel mitnehmen, fließend sind und in den verschiedensten Regionen über zahlreiche Zwischenstufen alle möglichen Varianten erhält. In den großen Metropolen reicht es oft, sich mit leicht abgewinkeltem ausgestreckten Arm an den Straßenrand zu stellen, es wird jemand halten.
Diese Methode empfielt sich aber nur für russisch sprechende Insider, die auch die örtlichen Preise kennen. Auch in mittelgroßen Städten findet sich eine große Ansammlung Mitfahrer suchender Privat-PKWs und -Kleinbusse am örtlichen Busbahnhof sowie an den größeren der Bushaltestellen, v.a. wenn gegen Abend nicht mehr so viele Busse fahren. übrigens: Auch manche Russen merken sich von solchen sie mitnehmenden Fahrzeugen zur Sicherheit deren Auto-Kennzeichen.

Grundsätzlich gilt: Als Ausländer zahlt man für jedes Taxi am meisten - ob offiziell oder nicht ganz so offiziell. Hat man russische Reisebegleiter oder Bekannte vor Ort, sollte man auf jeden Fall diesen die Autobeschaffung überlassen und sich selber während der Fahrt ohne akzentfreie Russischkenntnisse eher ruhig verhalten. Manche russischen Taxifahrer neigen zu Dollarzeichen in ihren Augen, wenn sie Ausländer als solche erkennen und in ihren Gefährten mitnehmen. Vier- bis zehnfache Preisaufschläge für westliche Ausländer sind keine Seltenheit - insbesondere in den Metropolen Moskau und St. Petersburg (wer in Moskau mit dem Flugzeug ankommt und mit dem Taxi in die Stadt muss, findet hier bei der Deutschen Botschaft Moskau detailierte Hilfe). Insgesamt sollte man Taxifahrten ohne russische bekannte Begleitung eher meiden. Wenn man sicher weiß, mit welchem Bus man auch sicher an sein Ziel kommt, fährt man damit besser. Auch sollte man die in Horden an Flughäfen und Bahnhöfen herumlaufenden und auf einen einredenden Taxifahrer meiden und sich lieber selbst eines suchen. Und eine weitere Grundregel: Preis vor der Fahrt verhandeln.

Fahrende Taxis, ob legale oder illegale, muss man übrigens wie ein Anhalter stoppen, mehr dazu auf der Anhalter-Seite hier.

Zulassung
Bei der Zulassung des Reisefahrzeugs sollte man sich wegen einen eigenen westlichen Kennzeichens nicht allzu viel Gedanken machen, wenn man irgendwo bis zum Ural und nicht gerade in einer Kriegs- oder Unruhegegend (momentan nur der Kaukasus) unterwegs ist. Man wird einfach im Schnitt öfters von der Milizia (mehr zu der unter Sicherheit) angehalten. Es rennen auch in Russland nicht überall Leute herum, die darauf warten, dass endlich ein Westfahrzeug des Weges kommen. Es kommen auch sehr wenige außerhalb der Straßen nach Moskau und Sankt Petersburg von Westen her.


Eher ein Ort zum stehen, als zum Auto fahren: Moskau
Als im Ausland lebender Ausländer kann man ohnehin kein Auto in Russland zulassen, nur um ein russisches Nummernschild zu erhalten. Inwiefern man ein in Russland zugelassenes Fahrzeug als Ausländer ohne Wohnsitz dort fahren darf, darüber gibt es widersprüchliche Angaben. Zum einen heißt es, es sei verboten, zum anderen es gelten nur die Regeln, wie für russische Staatsbürger auch. Bei diesen gilt folgendes: Das Auto von jemand anderem darf man nur unter Mitführung dessen schriftlicher Erlaubnis fahren. Hierbei gibt es eine einfache Version, die einfach durch den Fahrzeugeigner auf einem Zettel erfolgt, nicht allzu alt sein darf und ausschließlich zum fahren eines Fahrzeugs ermächtigen kann.

Weitergehende Rechte, wie Veräußerung eines auf einen anderen zugelassenen Fahrzeugs oder längerer Gebrauch sind nur mit einer notariell beglaubigten Erlaubnis des Fahrzeughalters zulässig (danke an Eliane für die Infos).

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St. Petersburg



St. Petersburg



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